Schmieden

Ursprünglich machte ein Schmied sämtliche Arbeiten mit allen zur Verfügung stehenden Metallen, d. h. er schmiedete nicht nur Eisen, sondern auch Kupfer und Bronze und ebenso Gold und Silber. So war er im Grunde der wichtigste Mann im Ort, denn er erschuf:
Pflugscharen, Ackergerätschaften, Messer, Beile, Äxte, Speer- und Pfeilspitzen, Schwerter, Kettenhemden, Rüstungen, Hämmer, Zangen, Nägel, Kessel, Töpfe, Pfannen, Messer, Gabeln, Löffel, Geschirr, Wagenräder, Hufe, Türbeschläge, Fenstergitter, Treppengeländer, Foltergerätschaften, Keuschheitsgürtel, Fackeln, Kerzenständer und -leuchter … , aber auch Edles wie Schmuck und anderen Zierrat.

Ein Schmied hat ein immenses Wissen über die Eigenschaften und Verhalten nicht nur der Metalle, sondern auch der Kohle, des Holzes, der Pflanzen und anderer Stoffe. Denn nur die richtige Zusammenmischung im richtigen Verhältnis verhilft zum richtigen Material. Pfannen müssen andere Eigenschaften haben als eine Axt!
So verstand und versteht sich ein Schmied als ein Bewahrer von Wissen um all die Zusammenhänge, ein Bewahrer der traditionellen und regionalen Handwerkskunst. In vielen Kulturen gelten seit altersher die Schmiede auch als Magier oder Schamanen.

Damit dieses Wissen und die Schmiedekünste auch in der Zukunft greif- und erlebbar und vielen Menschen von Nutzen sind, laden Schmiede gerne in ihre Werkstätten ein. Hierbei ist es egal, ob die Schmiede feste Mauern hat oder als Feldschmiede auf Kunsthandwerker- oder Mittelaltermärkten ist. Dem Schmied bei der Arbeit zuzuschauen ist ein Erlebnis, das Schmieden selbst zu probieren und dann auch ein brauchbares Werkstück danach in den Händen zu halten, eine einmalige Sache!

Handgeschmiedetes ist nicht zu vergleichen mit der industriellen Ware. Kein Werkstück schaut genau gleich aus wie ein anderes, jedes Teil ist ein Unikat.

Es ist seit Generationen alte Schmiedetradition, Träume in Metall zu verwirklichen!